Circuit Zolder zieht in Project Motor Racing ein und erweitert die Streckenauswahl um einen kompakten, traditionsreichen Kurs, der mitten im grünen Herzen Belgiens liegt. Keine Stunde von Brüssel entfernt und verborgen zwischen Pappeln und Wald, ist Zolder seit 1963 ein fester Bestandteil des europäischen Motorsports – und das trotz des ewigen Schattens, den das große Spa-Francorchamps über alles wirft.
Angelegt auf einem ehemaligen Jagdrevier, entstand Zolder unter der Federführung von John Hugenholtz, der auch Suzuka und Zandvoort entwarf. Das Ergebnis: eine 4,011 km lange Schleife aus mittleren Kurven, engen Schikanen und kaum Auslaufzonen – technisch fordernd, rhythmisch, eng. In den 70er- und 80er-Jahren sprang Zolder für Spa ein, als die alte 14-Kilometer-Straßenstrecke als zu gefährlich galt. Tragisch bleibt der 8. Mai 1982, als Ferrari-Star Gilles Villeneuve im Qualifying tödlich verunglückte. Eine Bronzebüste erinnert bis heute am Villeneuve-Chicane daran.
Nach dem Formel-1-Abschied machte sich Zolder mit der „24 Hours of Zolder“ einen Namen – einem wüsten Endurance-Mix aus GT3s, Privatteams und Kultautos, darunter ein legendärer Volvo 850 Kombi mit Heckflügel aus dem Jahr 1997. Der Siegerpokal? Ein Zylinder aus echten Bremsscheiben – „de Remschijven“ genannt.
Im Spiel überzeugt Zolder durch technische Raffinesse. Die Terlamenbocht erlaubt nur den Mutigen den perfekten Schwung auf die Gegengerade. Die Villeneuve-Schikane verlangt präzises Timing, das Bolderbergbocht trennt Könner von Mitfahrern – und die nasse Sacramentsheuvel zeigt, wie rutschig alter Asphalt sein kann.
Zolder ist ein Streckenjuwel, das auch im virtuellen Renncockpit beweist: Große Dramen brauchen keine große Bühne – nur präzises Fahrkönnen und den Mut zur Lücke.
Circuit Zolder ist ab sofort in Project Motor Racing verfügbar – auf PC und Konsole.

