Wer bei Aufbauspielen an endlose grüne Wiesen denkt, wird bei Laysara: Summit Kingdom schnell eines Besseren belehrt. Hier ist der Platzmangel dein größter Feind und die Schwerkraft dein härtester Konkurrent.
Das Spielprinzip: Bauen am Abgrund
In Laysara errichtest du deine Siedlungen nicht im Tal, sondern direkt an den steilen Flanken gewaltiger Berge. Das zwingt dich zum Umdenken: Jede Ebene muss effizient genutzt werden, und Ressourcen müssen über komplexe Lastenaufzüge und Brücken von den unteren Schichten nach oben transportiert werden. Das Ziel? Ein prächtiger Tempel auf dem Gipfel.
Die größte Gefahr: Wenn der Berg zurückschlägt
Das Alleinstellungsmerkmal sind ganz klar die Lawinen. Wer seine Siedlung ungeschützt in eine Schneise baut, sieht seinem Dorf beim Wegspülen zu. Das zwingt dich dazu, Schutzwälle zu errichten oder den Wald als natürlichen Puffer zu pflegen. Das gibt dem klassischen Logistik-Puzzle eine angenehm spannende Survival-Note.
Optik und Atmosphäre
Die handgezeichnete Ästhetik und das tibetisch inspirierte Setting verleihen dem Spiel eine fast schon meditative, aber dennoch raue Atmosphäre. Wenn man im Fotomodus über seine terrassenförmige Stadt blickt, während im Hintergrund die Wolken an den Gipfeln hängen, sieht das einfach fantastisch aus.
Fazit: Für wen ist es was?
Laysara ist perfekt für Tüftler, denen Anno zu flach und SimCity zu städtisch ist. Es ist kein Spiel für die Ewigkeit, da sich die Mechaniken nach einigen Bergen wiederholen, aber für die Zeit dazwischen bietet es ein unverbrauchtes und knackiges Strategie-Erlebnis.

