Wer dachte, das Priesterdasein bestünde nur aus stillen Gebeten und dem Verteilen von Oblaten, hat die Rechnung ohne Orlok gemacht. Der Vampir, der unfreiwillig zum Seelsorger im Dorf San de Ville aufsteigt, ist der Star in Priest Simulator: Vampire Show.
Nach dem durchschlagenden Erfolg auf dem PC (satte 94 % positive Bewertungen bei über 700 Rezensionen) schickt Ultimate Games S.A. den schrägen Genremix nun endlich auf die Konsolen. Wer auf den humoristischen Vorschlaghammer von South Park oder die kompromisslose Absurdität von Postal steht, sollte schon mal das Weihwasser bereitstellen.
Ein Simulator für alles – und noch mehr
Priest Simulator: Vampire Show ist ein spielgewordenes Paradoxon. Es kombiniert First-Person-Shooter, Hack-and-Slash, Renovierungs-Simulator und Sandbox-Elemente zu einem grotesken Gesamtwerk. Als Orlok kümmert ihr euch um das Seelenheil eurer Gemeinde, was in dieser Welt bedeutet: Dämonen exorzieren, die Kirche wieder aufbauen und das Böse mit bleihaltigen Argumenten bekämpfen.
Das Ganze wird in einem amüsanten Mockumentary-Stil präsentiert, der durch zahlreiche Zwischensequenzen die absurde Geschichte vorantreibt. Abseits der Hauptpfade warten Rennen, schräge Nebenquests und Mechaniken, die man so in keinem „seriösen“ Simulator finden würde.
Technik, Metal und Geisterstunde
Auf der PlayStation 5 macht der Priester eine gute Figur: Das Spiel läuft in einer Auflösung von 2560×1440 und peilt flüssige 60 Bilder pro Sekunde an. Akustisch wird das Gemetzel von der Black-Metal-Band Gruzja untermalt, was die düster-groteske Atmosphäre perfekt abrundet.
Wer nach den rund 10 Stunden Spielzeit der Hauptstory noch nicht genug hat, kann direkt in den „Her Ghost“-DLC investieren. Diese Erweiterung bietet eine komplett neue Handlung und ist zum Konsolen-Launch direkt verfügbar.
Priest Simulator: Vampire Show ist bereits verfügbar für PC über Steam sowie seit dem 16. April für PlayStation 5. Die Version für Xbox Series X|S folgt am 7. Mai 2026.
