Remote Control: Sci-Fi-Horror im Stil von Severance angekündigt

Remote Control

Publisher Weekend Games hat mit Remote Control einen psychologischen Horror-Titel angekündigt, der klassisches Text-Adventure-Feeling mit moderner Survival-Spannung kombiniert. Das vom Studio Canteen Games entwickelte Werk lässt sich am besten als eine Mischung aus der beklemmenden Atmosphäre von Alien: Isolation und der entfremdeten Bürowelt der Serie Severance beschreiben.

In der Rolle eines weit entfernten Operators steuert ihr menschliche Versuchsobjekte durch ein havariertes Raumschiff, auf dem eine unbekannte Katastrophe stattgefunden hat.

Das Keyboard als Fernsteuerung für Menschen

Die Besonderheit von Remote Control liegt in der Steuerung. Ihr interagiert ausschließlich über ein Terminal-Interface und gebt Befehle per Tastatur ein. Mit Kommandos wie „nach links gehen“ oder „umdrehen“ dirigiert ihr eure sogenannten Proxys durch die dunklen Gänge des Schiffs.

Die menschlichen Spielfiguren sind jedoch keine willenlosen Roboter. Sie empfinden Angst, zögern bei Gefahr oder machen Fehler aufgrund ihrer körperlichen Verfassung. Ihr müsst diesen Widerstand brechen oder damit kalkulieren, um die Ermittlungen voranzutreiben, während die Besatzung des Schiffes bereits komplett ausgelöscht wurde.

Begrenzte Ressourcen und moralischer Druck

Euch stehen insgesamt zwölf menschliche Hüllen zur Verfügung, um die Wahrheit hinter dem Vorfall aufzudecken. Stirbt ein Proxy, ist dieser dauerhaft verloren. Jeder Charakter bringt individuelle Eigenschaften und Macken mit, die eure Mission entweder unterstützen oder massiv erschweren können.

Der psychologische Druck entsteht dabei nicht nur durch die lauernden Gefahren im Weltall, sondern auch durch die moralische Distanz eures Charakters, der sicher an einem Schreibtisch sitzt, während am anderen Ende der Leitung Menschen ihr Leben verlieren.

Ein Arbeitsplatz mit düsteren Geheimnissen

Zwischen den nervenaufreibenden Einsätzen auf dem Raumschiff bietet das Spiel die Möglichkeit, vom Terminal aufzustehen und das Büro zu erkunden. In bester Corporate-Horror-Manier könnt ihr euch am Wasserspender ausruhen oder mit Kollegen interagieren.

Doch auch in der vermeintlich sicheren Arbeitsumgebung mehren sich die Anzeichen, dass etwas nicht stimmt. Dieser Kontrast zwischen dem blutigen Überlebenskampf im All und der sterilen, unheimlichen Bürowelt bildet den Kern des narrativen Erlebnisses.

Technische Inspiration und Release

Die Entwickler orientieren sich visuell und spielerisch an Titeln wie Mouthwashing und nutzen die Tastatureingaben als immersives Element, um die Distanz des Operators zu verdeutlichen.

Die bedrückende Stille des Weltraums, spärliche Beleuchtung und die ständige Ungewissheit über das Schicksal der Proxys sollen für anhaltenden Nervenkitzel sorgen. Das Spiel ist für eine Veröffentlichung im Laufe des Jahres geplant und verspricht eine tiefgründige Auseinandersetzung mit den Themen Gehorsam und Dehumanisierung.


Das Spiel Remote Control wird für Steam erhältlich sein.

Über Tobias Paxian

Ultima Online und Dark Age of Camelot Spieler alter Schule! Spielt sobald es die Zeit erlaubt vor allem Roguelike Titel und kleinere Indiespiele.

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